Katheterverschluß offenes Foramen ovale, Vorhofseptumdefekt und linkes Vorhofohr

Was ist ein "offenes foramen ovale"?
Das offene foramen ovale (nachfolgend mit der im medizinischen Sprachgebrauch üblichen Abkürzung "PFO" bezeichnet) ist ein zumeist kleiner, wenige Millimeter großer membranbedeckter Schlitz in der Scheidewand zwischen den Vorhöfen des Herzens (siehe Pfeil in der Abbildung). Es handelt sich um ein Überbleibsel aus der Embryonalentwicklung des Menschen. In der Regel verschließt es sich während der Neugeborenenperiode. Bei 10 bis 25 Prozent aller Menschen verbleibt jedoch eine kleine Öffnung, die in aller Regel keinerlei Krankheitswert hat. Das PFO wird häufig als harmloser Zufallsbefund bei einer Herz-Ultraschalluntersuchung (Echokardiographie) festgestellt.

Wenn mehrmals Schlaganfälle insbesondere bei jüngeren Patienten ohne erkennbare Ursache aufgetreten sind, kann ein offenes foramen ovale ein Risikofaktor für weitere Schlaganfälle sein. Nach sorgfältiger Untersuchung kann es daher bei bestimmten Patienten sinnvoll sein, diese Öffnung mit einem "Schirmchen" zu verschließen (siehe Abbildung). Ein solches Schirmchen kann über die Leistenvene zum Herzen vorgeführt und eingesetzt werden, ohne dass eine Herzoperation erforderlich ist. Das ist aber nur bei ausgewählten Patienten sinnvoll, wenn keine andere Ursache zu finden ist.

Zurück zur Übersicht